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wattline stellt überraschende Fachstudie zur Netzentgeltentwicklung 2016 zu 2017 auf der Hannover Messe 2017 vor

 

  • wattline schlägt geänderte Darstellung der Netzentgeltentwicklung vor
  • Netzentgelte sollten pro Region nicht mehr als 30% pro Jahr steigen

Hannover – die wattline GmbH, Deutschlands führender Energiedienstleister, hat auf der Hannover Messe im EnergyEfficiencyCenter im Rahmen eines Vortrages seine Fachstudie zur „Netzentgeltentwicklung 2016 zu 2017“ in Deutschland, mit besonderem Schwerpunkt auf kleine und mittlere Kunden aus dem Bereich Industrie und Gewerbe, vorgestellt.
Der kontinuierliche Anstieg der Kosten für Netzentgelte seit 2011 setzt sich demnach auch in 2017 gegenüber 2016 fort und liegt mit Steigerungsraten von +11,6 Prozent bis +13,34 Prozent im Durchschnitt deutlich über den von der Bundesnetzagentur in seinem Monitoringbericht 2016 bisher veröffentlichten Darstellungen der Entwicklung von 2015 zu 2016 mit lediglich 1,39 Prozent.
Der Hauptkritikpunkt liege, laut wattline, in der pauschalisierten und unzureichend präzisen Darstellung der bundesweiten Entwicklung seitens der Bundesnetzagentur mit nur zwei Musterkunden (50MWh im Standardlastprofil und 24GWh), welche es nicht erlaubt, die Praxis ausreichend wiederzugeben. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in ca. 75 Prozent der über 1000 Netzgebieten die Kosten teils deutlich steigen. Bereinigt um die Gebiete ohne Steigerung oder Rückgang liegt der Durchschnittswert bspw. für die Mittelspannung real sogar bei +17,82 Prozent gegenüber 2016. Bernd Hesse, Projektmanager Energiedienstleistungen und Verfasser der Studie, dazu: „Uns geht es in erster Linie um Transparenz. Durch die regional äußerst unterschiedlichen Netzentgeltkosten kommt es zu Wettbewerbsverzerrungen und viele Industrie- und Gewerbekunden wissen gar nicht, wie stark ihre Netzentgelte gestiegen sind. Überraschend waren für uns die absoluten Höchstwerte mit Steigerungsquoten von bis zu +111 Prozent gegenüber 2016 und ebenso die höchsten Netzentgeltkosten von 10; 15 oder gar 16,8cent/kWh in einigen Regionen.“ Die Studie empfiehlt eine bessere und umfangreichere Auswertung und Visualisierung der Netzentgeltentwicklung und schlägt mindestens drei zusätzliche neue Musterkundengrößen mit jeweils 2000 und 4000 Benutzerstunden pro Jahr vor. Darüber hinaus seien die prozentualen Steigerungen in 2017 gegenüber dem Jahr 2016 signifikant und stellen aus wattline-Sicht eine extreme Unsicherheit in der Energiekostenplanung jedes betroffenen Unternehmers dar. Auch hier empfiehlt die Studie eine detaillierte Prüfung und schlägt vor, eine regulatorische Grenze zu definieren, welche die jährlichen Steigerungsraten auf unter 30 Prozent pro Jahr begrenzt. Als praxisorientierter Dienstleister widmet die Studie ein komplettes Kapitel der Möglichkeit der Beeinflussung der Netzentgeltkosten. Notwendige Voraussetzung sei hierbei eine professionelle Lastganganalyse um das Nutzerverhalten zu analysieren um dann gezielte Maßnahmen zu Kostenreduzierung ergreifen zu können.

 

 

Download Netzentgeltstudie 45 Seiten/19MB

 

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