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1.000 € Spende für Hutthurmer Tafel

Coronabedingte Schließungen zum Schutz der Bevölkerung führen zu finanziellen Engpässen der Hutthurmer Tafel. Die wattline GmbH wird auf die Situation aufmerksam und initiiert eine Spende über 500 €. Seniorchef Ludwig Praml verdoppelt die Spende auf 1.000 €.

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nicht immer und für alle selbstverständlich. Altersarmut, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Flucht führen Menschen in Existenznöte. Die Hutthurmer Tafel verteilt Lebensmittel an hilfsbedürftige Familien und Einzelpersonen.

Für die Finanzierung der Tafel stehen u.a. die Einnahmen der eigenen Kleiderkammer zur Verfügung. Coronabedingt musste die Kleiderkammer von Dezember 2020 bis April 2021 schließen. Aktuell hat die Kammer wieder geöffnet, doch dürfen weniger Kunden rein. Das bedeutet für die Hutthurmer Tafel ein Defizit der Einnahmen im fünfstelligen Bereich, die letztlich für den Betrieb der Tafel fehlen, wie z. B. Geld für die Miete, für Strom, insbesondere für die Kühlung der Lebensmittel, für den Fuhrpark, für Versicherung. Aber auch Geld für Gutscheine, die an die berechtigten Tafelbesucher verteilt werden, um sich in den kooperierenden Geschäften Lebensmittel für ihren Bedarf zu kaufen. Alkohol und Nikotin darf nicht verteilt werden, so lautet die Regel.

wattline kennt das Engagement der regionalen Einrichtung und beschließt, die Tafel mit einer Spende von 500 € zu unterstützen. Bei der Spendenübergabe überraschte Seniorchef Ludwig Praml die versammelten Helfer, als er spontan festlegte: „Statt 500 €, möchte ich, dass wir daraus 1.000 € für die Hutthurmer Tafel machen.“ Pfarrer Herbert Oberneder und Tafelleiter Reinhard Keller schmunzelten, als sie meinten, dass man den Betrag des vorbereiteten Werbeschecks sicher mit Photoshop bearbeiten kann. „Es hat mich sehr berührt, dass es in meiner nächsten Nähe Menschen gibt, die von der Hilfe der Hutthurmer Tafel abhängig sind“, sagt Ludwig Praml und kritisiert, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen gibt, die nie genug für den eigenen Wohlstand kriegen können. „Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Es kann keinen Frieden geben, wenn es keine Gerechtigkeit gibt.“ Der unermüdliche Workaholic hatte die PRAML Gruppe aufgebaut, aus der später die Firma wattline hervorging. Er spricht aus langer Lebenserfahrung und erzählt, dass er sich immer gern engagiert hat. Das fällt auf – auch der Bundesregierung, die ihm 2007 das Bundesverdienstkreuz verlieh.

Jeden Dienstag sammelt die Hutthurmer Tafel Lebensmittel bei den mitwirkenden Supermärkten und Bäckereien im Landkreis Passau. Mittwochs werden die Spenden schließlich von den 70 ehrenamtlichen Helfern direkt zu den Bedürftigen nach Hause geliefert oder in Hutthurm ausgegeben. Ernährungsbesonderheiten wie z. B. von Diabetikern oder Moslems werden berücksichtigt. Und bei all dem Aufwand haben die Helfer sogar noch ein Auge für die Lieblingsartikel ihrer Schützlinge. „Nicht jeder kriegt alles und gleich viel. Aber die Hilfe kommt an“, sagt Pfarrer Oberneder.

Die Hutthurmer Tafel gibt es seit ca. 15 Jahren. Vorsitzender ist Pfarrer Herbert Oberneder. Er begleitet die Tafel seit ca. 7 Jahren. Die Hutthurmer Tafel hat einen Einzugskreis von insgesamt 10 Gemeinden, davon auch die Gemeinde Ruderting, an dem die beiden Unternehmen wattline und PRAML ihren Geschäftssitz haben. Etwa 180 bedürftige Menschen werden von der Hutthurmer Tafel mit Lebensmittel versorgt.


1.000 € Spende für Hutthurmer Tafel

Gemeinsam für den guten Zweck. Unternehmer Ludwig Praml (Foto Mitte) übergab den symbolischen Scheck an Reinhard Keller (links) und Pfarrer Herbert Oberneder


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