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Strompreise weiter hoch

Aachen (energate) – Der kurzfristige Strompreis liegt derzeit bei um die 90 Euro und damit weiter auf einem sehr hohen Niveau. Das zieht auch die langfristigen Preise, insbesondere die Frontmonate und -quartale, mit nach oben.

“Es gab Turbulenzen bei den Gas-, Kohle- und CO2-Preisen”, erklärte ein Händler. Die Preise gingen täglich mehrere Euro rauf und runter. Da der Strommarkt noch in weiten Teilen auf fossile Energieträger angewiesen sei, spiegele sich dies auch in den Strompreisen wider. Dies gilt umso mehr, da die Produktion aus Windkraftanlagen derzeit nur sehr gering ist. Diese war lediglich zum Wochenende – und damit zur Unzeit – mit Werten von über 10.000 MWh etwas höher. Die Preise an der Strombörse sanken entsprechend von Freitag mit 84,97 Euro/MWh auf 61,61 Euro/MWh am Samstag und 45,78 Euro/MWh am Sonntag. Pünktlich zu Wochenbeginn ließ der Wind wieder nach, der Strompreis kletterte am Montag auf 89,21 Euro/MWh und 91,69 Euro/MWh. Mittwoch (89,99 Euro/MWh) und Donnerstag (87,56 Euro/MWh) lag der Preis dann wieder – wenn auch nur knapp – bei unter 90 Euro/MWh.

Es sei ein knappes Jahr, was die Rohstoffe angeht, kommentierte der Händler weiter. Erst für den Sommer kommenden Jahres gebe es Aussicht auf Entspannung: Für dann notiere der Gaspreis vier Euro unter den aktuellen Wert. Dies bedeute, dass der Strompreis um rund 30 Euro auf dann 60 Euro – statt derzeit 90 – sinken könne.

Frontmonate und -quartale durchweg über 80 Euro

Entsprechend hoch ist auch das Preisniveau auch im langfristigen Bereich. Der August kostete am vergangenen Freitag 81,53 Euro, stieg dann über das Wochenende auf 82,14 Euro/MWh. An den beiden folgenden Tagen notierte der Kontrakt mit 79,14 Euro/MWh (Dienstag) und 80,70 Euro/MWh (Mittwoch) wieder etwas schwächer. Im Donnerstagsnachmittagshandel gab er abermals nach auf 79,00 Euro/MWh, September auf 83,85 Euro/MWh.

Das Q 4 pendelt derzeit bei Werten um 85 Euro/MWh. Über das Wochenende ging es hier ebenfalls bergauf, von 85,97 Euro/MWh am Freitag auf 87,23 Euro/MWh am Montag. Dienstag schwächelte der Langfristmarkt insgesamt, der Preis fiel auf 84,11 Euro/MWh. Am Mittwoch zog er wieder an, auf 86,09. Zuletzt ging es seitwärts auf 85,95 Euro/MWh, Q4 2022 sank zuletzt auf 84,07 Euro/MWh.

Für die folgenden Jahre sieht der Markt dann wieder ein etwas geringeres Preisniveau. Das Jahresband 2022 blieb über das Wochenende mit 71,38 Euro/MWh zunächst nahezu stabil. Dienstag gab es auch hier einen Preisnachlass auf 69,64 Euro/MWh. Mittwoch stieg der Preis auf 70,82 Euro/MWh, um dann am Donnerstag abermals die Gegenbewegung einzuschlagen. Die Preise für die Folgejahre lagen am Donnerstagnachmittag bei 70,05 Euro/MWh für 2022 und 62,00 Euro/MWh für 2023. /sd

Das Auf und Ab der Gas-, Kohle- und CO2-Preise beeinflusst den Strommarkt. (Foto: Wolfi30 - Fotolia)

Das Auf und Ab der Gas-, Kohle- und CO2-Preise beeinflusst den Strommarkt. (Foto: Wolfi30 – Fotolia)

 

Quelle: www.energate-messenger.de


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