Iran-Konflikt und Straße von Hormus: Folgen für KMU und wattline-Mitglieder

Philip Gutschke
Bereichsleiter Energie­beschaffung

zuletzt aktualisiert: 10.08.2026

LNG-Tanker

Kurz und knapp

  • Die Diplomatie macht Fortschritte, bleibt aber fragil. Die USA setzen vorerst auf wirtschaftlichen Druck statt auf größere Angriffe, über Vermittler laufen Kontakte, und beide Seiten sprechen von Fortschritten. Iran und Oman haben sich auf einen Mechanismus für sichere Schiffspassagen geeinigt. Eine Wiederöffnung der Meerenge knüpft Teheran aber weiter an weitreichende Zugeständnisse, und neue Angriffe auf Schiffe zeigen, wie fragil die Lage bleibt.

  • Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Zwar haben sich Iran und Oman auf einen Mechanismus für sichere Passagen geeinigt, die tatsächliche Wiederöffnung ist aber weiter ungewiss.

  • Die Preise stabilisieren sich auf ermäßigtem Niveau: Das Gas-Frontjahr 2027 schloss bei rund 42 EUR/MWh, Strom CAL 2027 bei rund 103 EUR/MWh, Brent bei rund 84 USD/bbl. Niedrige Speicherstände, wenig LNG und die Hitzewelle begrenzten den Rückgang. Über 20 Handelstage liegen Gas und Strom nur noch leicht im Plus, Brent ist nahezu unverändert.

  • KMU können sich nicht entspannen. Die Preise liegen wieder klar über dem Vorkrisenniveau, und das Frontjahr 2027 bleibt der sensibelste Punkt der gesamten Preiskurve.

  • wattline hat zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 Tausende Erdgasverträge für seine Mitglieder abgeschlossen, zu Konditionen, die auch nach den Marktbewegungen der letzten Wochen unterhalb der heute am Markt verfügbaren Preise liegen.

Der Energiemarkt ist ein äußerst sensibles System. Er reagiert auf Wetter, Speicherstände, Wirtschaft und auf geopolitische Ereignisse mit einer Intensität, die zeigt wie stark Europa inzwischen von globalen Entwicklungen abhängig ist.

Seit Sommer 2025 erleben wir eine Eskalationsspirale im Nahen Osten, deren Folgen weiterhin in Deutschland spürbar sind. Wir bewerten die Situation in diesem Beitrag bewusst aus Sicht des Energiemarkts. Welche Tatsachen bewegen die Preise, und was bedeutet das für die Beschaffung in KMU?

Aktuelle Lage rund um die Straße von Hormus

Die Lage bleibt fragil, die diplomatischen Bemühungen machen aber Fortschritte:

Die USA setzen gegenüber dem Iran vorerst stärker auf wirtschaftlichen Druck und verzichten nach Aussagen von Präsident Trump zunächst auf weitere größere Angriffe. Direkte Verhandlungen finden laut Teheran derzeit nicht statt, über Vermittler laufen die Kontakte aber weiter, und beide Seiten sprechen von Fortschritten.

Zugleich bleibt die Lage fragil: Im Jemen greifen die vom Iran unterstützten Huthi erneut saudische Ziele an. Ein neues Verteidigungsabkommen der Türkei mit Saudi-Arabien und Pakistan zeigt zudem eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Region.

Bei der Schifffahrt durch die Straße von Hormus gibt es Fortschritte: Iran und Oman haben sich auf einen Mechanismus für sichere Schiffspassagen geeinigt. Eine Wiederöffnung knüpft Teheran aber weiter an weitreichende Zugeständnisse der USA, darunter ein Ende der Seeblockade und der Sanktionen sowie Sicherheitsgarantien. Die USA streben eine Rückkehr der Öl- und Gastransporte auf das Vorkriegsniveau an und fordern unter anderem die Räumung iranischer Minen.

QatarEnergy hat zum Ausgleich der Ausfälle 33 LNG-Ladungen aus den USA beschafft, was den gestiegenen US-LNG-Import Asiens und den Rückgang der europäischen Importe erklärt. Nach einem Drohnenangriff auf den ägyptischen Hafen Damietta wurden zudem drei mit US-LNG beladene Tanker nach Frankreich und Spanien umgeleitet, weitere könnten folgen und das europäische Angebot kurzfristig etwas erhöhen.

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Laut Bloomberg bereitet QatarEnergy eine Verlängerung der Force-Majeure-Erklärung für LNG-Lieferungen bis Mitte Oktober vor. Damit könnten die Lieferunterbrechungen bis in die Winterspeicherphase andauern und die LNG-Versorgung in Europa und Asien zusätzlich belasten.

  • Die strategischen Erdölreserven der USA sind auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen, auch die gesamten US-Ölvorräte erreichten den tiefsten Stand seit 1984. Der Ölmarkt verfügt damit über deutlich geringere Puffer – das Risiko kräftiger Preisreaktionen bei weiteren Versorgungsstörungen steigt.

  • Die EU hat befristete Ausnahmen vom ab 2027 geplanten Importverbot für russisches LNG beschlossen. Betroffen sind vor allem Altverträge sowie die Nutzung europäischer LNG-Infrastruktur für Lieferungen in Nicht-EU-Länder. Am langfristigen Ziel, russisches LNG aus dem europäischen Energiemix zu verdrängen, hält die EU jedoch fest.

  • Die OPEC+ erhöht ihre Förderobergrenze ab September weiter und setzt die schrittweise Rücknahme der freiwilligen Kürzungen fort. Ihre Wirkung bleibt angesichts der gestörten Passage durch die Straße von Hormus bislang jedoch weitgehend aus.

Was den Energiemarkt jetzt bewegt

Aus Sicht des Energiemarkts ist nicht entscheidend, wer politisch im Recht ist, sondern wie viele Tanker tatsächlich passieren. Diese Woche stabilisierten sich die Preise, nachdem die Gesprächssignale den Rückgang der Vorwoche zunächst fortgesetzt hatten. Dass es nicht weiter nach unten ging, liegt an den angespannten Fundamentaldaten: niedrige Speicher, wenig LNG, Hitzewelle. Solange der Schiffsverkehr eingeschränkt bleibt, bleibt die Prämie im Markt und ein Ausschlag nach oben jederzeit möglich.

Wie reagieren die Energiemärkte auf die neusten Ereignisse?

Niedrige Speicherstände, geringe LNG-Importe und eine hohe Gasverstromung begrenzten das Abwärtspotenzial des Gas-Frontjahres 2027, sodass der Kontrakt die Woche bei 42,34 EUR/MWh schloss. Das Strom-Frontjahr stieg nach einem Wochentief wieder etwas und schloss bei 103,06 EUR/MWh, gestützt von Hitzewelle, geringen Windmengen und festeren CO2-Preisen. Der Ölmarkt blieb im Wochenvergleich ruhig.

Gasmarkt

  • Gas-Winterkontrakt 2026/27: 55,58 EUR/MWh (−2,7 % zur Vorwoche, +8,3 % über 20 Handelstage)
    Gas Frontjahr 2027: 42,34 EUR/MWh (−0,2 % im Vergleich zur Vorwoche, +3,3 % über 20 Handelstage)
    Gas Frontjahr 2028: 31,02 EUR/MWh (+1,7 % im Vergleich zur Vorwoche, +4,3 % über 20 Handelstage)

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Strommarkt

  • Strom Base CAL 2027: 103,06 EUR/MWh (+1,2 % im Vergleich zur Vorwoche, +3,1 % über 20 Handelstage)
    Strom Base CAL 2028: 86,69 EUR/MWh (+1,7 % im Vergleich zur Vorwoche, +4,1 % über 20 Handelstage)
    Strom Base CAL 2029: 78,07 EUR/MWh (+1,0 % im Vergleich zur Vorwoche, +2,5 % über 20 Handelstage)

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Ölmarkt

  • Brent Frontmonat: 83,99 USD/bbl (−0,3 % im Vergleich zur Vorwoche, +0,3 % über 20 Handelstage)

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(Stand: 10. August 2026, Quelle: wattline Marktbericht KW 33/2026; Börsennotierungen: EEX Power Futures, EEX Physical Gas Derivatives (ehem. PEGAS), ICE Brent Crude Futures)

Was bedeutet das für KMU?

Kleine und mittlere Unternehmen trifft eine angespannte Marktlage besonders hart. Während Großkonzerne Kostenschocks über Rücklagen oder Absicherungsstrategien abfedern können, schlägt jede Preisbewegung bei Energie direkt auf die Marge.

Die Kursbewegungen der letzten Wochen zeigen, wie schnell die Stimmung kippen kann, in beide Richtungen. Nach dem Rücksetzer stabilisierten sich Gas und Strom diese Woche auf ermäßigtem Niveau, Brent notiert um 84 USD. Nach oben bleibt die Lage aber anfällig, weil Speicher, LNG-Zuflüsse und Wetter angespannt sind.

Die Notierungen liegen weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau, und die strukturellen Schäden an der Ras-Laffan-Anlage in Katar wirken langfristig. Hinzu kommt: Der anhaltende Konflikt hält die Inflation in der Eurozone bei rund drei Prozent und damit deutlich über dem Notenbank-Ziel. Solange die Energiepreise erhöht bleiben und die Produktionskosten steigen, bleibt der Inflationsdruck ein Risiko für die kommenden Monate.

Gerade jetzt ist eine professionelle und vorausschauende Energiebeschaffungsstrategie, z. B. innerhalb einer Energie-Einkaufsgemeinschaft, für KMU keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

Warum die Preise zuvor so stark gestiegen waren

Haupttreiber des Preisanstiegs waren die Sperrung der Straße von Hormus am 28. Februar sowie die Raketenangriffe vom 18./19. März auf die Ras Laffan-Industrieanlage in Katar. Rund 17 % der katarischen LNG-Exportkapazität fallen damit voraussichtlich für drei bis fünf Jahre aus. Das erwartete Angebotswachstum am globalen LNG-Markt verschiebt sich deutlich nach hinten.

Der Angriff wirkte sich unmittelbar auf die TTF-Gas-Frontjahre aus: 2027 stieg allein dadurch um 18 %, die Frontjahre 2028 und 2029 um 16 bzw. 6 %. Der europäische Gaspreis hatte sich seit Beginn des Konflikts nahezu verdoppelt und erreichte im März mit über 59 EUR/MWh den höchsten Stand seit über drei Jahren.

Seitdem schwankt der Markt im Takt der politischen Signale: Korrektur auf die Memorandum-Hoffnung, Gegenbewegung nach Trumps Zurückweisung, zwischenzeitliche Entspannung im Frühsommer – und zuletzt ein kräftiger Anstieg mit der erneuten Eskalation seit Anfang Juli.

Zusätzliche Risikofaktoren bleiben bestehen

Auch jenseits des Iran-Konflikts belasten weitere Faktoren die Energiemärkte:

  • El Niño: Die WMO schätzt die Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Ereignisses für den Zeitraum Juni bis August 2026 auf 80 %, bis November auf rund 90 %. Erwartet wird mindestens ein moderates, möglicherweise starkes Ereignis. Steigende Temperaturen in Asien bedeuten höhere Energienachfrage, vor allem für Kühlung, und damit zusätzlichen Wettbewerb um LNG-Mengen.

  • Trockenheit im Alpenraum belastet die Wasserkraft: Erzeuger wie Verbund, Tiwag (Österreich) und Alpiq (Schweiz) melden eine 15 bis 17 % unterdurchschnittliche Laufwasserkraftproduktion, Verbund spricht vom schlechtesten Wasserjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die geringere Wasserkraft stützt die Strompreise.

  • Niedrigwasser belastet Kraftwerke und Logistik: Am Rhein ist die schiffbare Tiefe bei Kaub auf 23 Zentimeter gefallen, Frachter fahren teils nur mit rund 20 Prozent Ladung. In Südosteuropa waren wegen Niedrigwassers in der Donau rund 2,2 GW Kernkraft (etwa 40 Prozent der dortigen Kapazität) außer Betrieb, in Frankreich erreichten die Drosselungen der Kernkraftwerke den Rekordwert von Mitte Juli. Das stützt die Strompreise zusätzlich.

  • Australien beschränkt LNG-Exporte ab Juli 2027: Exporteure müssen dann 20 % ihrer Mengen für den heimischen Markt reservieren. Als drittgrößter LNG-Exporteur weltweit dürfte Australien das globale Angebot damit spürbar verknappen – ein zusätzlicher mittelfristiger Belastungsfaktor für den europäischen Gaspreis.

  • Chinas LNG-Nachfrage schwächt sich ab: Die asiatischen LNG-Importe sind seit Anfang Juli deutlich zurückgegangen, vor allem wegen der schwächeren chinesischen Nachfrage. Chinesische Käufer reagieren derzeit sensibel auf die gestiegenen Preise, was den Preisdruck am globalen LNG-Markt zumindest begrenzen könnte.

Positiv: Am Golden-Pass-Terminal in Texas wurde erstmals LNG produziert. Die Anlage soll künftig bis zu 18 Millionen Tonnen LNG pro Jahr liefern. Zudem plant Deutschland laut Energieministerin Reiche über das staatliche Unternehmen Sefe langfristige LNG-Lieferverträge mit einem Volumen von 20 bis 40 Milliarden Kubikmetern für den Zeitraum 2027 bis 2036. Parallel wird der Aufbau einer strategischen Gasreserve von 24 TWh vorbereitet, mit Investitionen zwischen 500 Mio. und 1,5 Mrd. Euro.

Welche Rolle spielt die Straße von Hormus im weltweiten Erdgas- und Erdölhandel?

Kurz gesagt: Die Straße von Hormus ist eine der weltweit wichtigsten Meerengen. Sie fungiert als Nadelöhr für den Transport von Rohöl und Flüssigerdgas (LNG) aus dem Persischen Golf, da sie den einzigen direkten Seeweg aus dieser Region in den offenen Ozean darstellt.

Hier die zentralen Fakten:

  • Etwa 20 % des weltweiten Erdölhandels
    Täglich werden etwa 17 bis über 20 Millionen Barrel Rohöl, Kondensate und Ölprodukte durch die Meerenge transportiert. Das entspricht ungefähr einem Fünftel bis einem Viertel des weltweiten Seehandels mit Erdöl.

  • Knapp 25 % des weltweiten Erdgashandels
    Etwa ein Viertel des global gehandelten Flüssigerdgases passiert diese Route, vor allem Lieferungen aus Katar, einem der weltweit wichtigsten LNG-Exporteure.

  • Abhängigkeit vieler asiatischer Länder

    Mehr als 80 % der Ölexporte aus dem Persischen Golf gehen nach Asien vor allem nach China, Indien, Japan und Südkorea. Diese Länder sind auf stabile Transportwege durch die Meerenge angewiesen.

  • Abhängigkeit der Exporteure
    Ländern wie dem Irak, Kuwait, Katar und dem Iran stehen praktisch keine nennenswerten alternativen Exportrouten zur Verfügung. Nicht einmal Saudi-Arabien und die VAE können mehr als einen Teil ihrer Produktion über Pipelines am Landweg an der Meerenge vorbeileiten.

Welche Folgen hat die Sperrung der Meerenge für Deutschland?

Obwohl Deutschland nicht direkt von Lieferungen aus der Golfregion abhängig ist, hat die eingeschränkte Passage durch die Straße von Hormus spürbare wirtschaftliche Folgen für die Bundesrepublik.

Die physische Versorgung beim Erdgas wird primär über Pipelines aus Norwegen (44 %) und den Niederlanden (24 %) sowie über LNG-Importe aus den USA (59 % der LNG-Mengen) gedeckt. Auch beim Erdöl ist die Bezugsstruktur breit gestreut. Indirekt wirkt sich die Lage trotzdem aus:

Da Öl und Gas auf einem global integrierten Markt gehandelt werden, konkurrieren deutsche Abnehmer mit asiatischen Käufern, vor allem aus China und Indien, um die verbleibenden Mengen. Das treibt die Preise an TTF und THE.

Der nächste Winter könnte zum Problem werden:

Laut Bundesnetzagentur liegt der Füllstand der deutschen Gasspeicher bei 48,18 % (Stand: 08.08.2026), 15,75 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 63,93 %.

Laut INES-Berechnungen wäre ein Füllstand von bis zu 76 % bis zum 1. November technisch möglich – genug für einen durchschnittlichen, nicht aber für einen außergewöhnlich kalten Winter. Da die aktuellen Preise kaum Anreize bieten, ist offen, ob dieses Niveau erreicht wird.

Eine nachhaltige Entspannung an der Straße von Hormus könnte hier Druck nehmen, sofern die Gaspreise wieder auf ein niedrigeres Niveau zurückkehren. Mit der erneuten Eskalation sind sie zuletzt allerdings deutlich gestiegen, was eine ausreichende Befüllung zusätzlich erschwert.

Ein Blick auf die wirtschaftliche Lage:

Der ZEW-Konjunkturindex iwar seit Januar 2026 von 59,6 Punkten eingebrochen, ist im Juli 2026 jedoch überraschend deutlich auf 26,3 Punkte gestiegen (Juni: +10,5). Die breite Verbesserung über nahezu alle Branchen deutet auf zunehmende Zuversicht hin.

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Gibt es Länder, die von der Sperrung der Straße von Hormus profitieren?

Direkte Gewinner der aktuellen Krise sind Akteure, die Energie außerhalb der Golfregion fördern oder alternative Transportwege besitzen.

Dazu zählen beispielsweise Ölproduzenten wie die USA, Brasilien oder Norwegen. Sie sind weniger abhängig vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und können bei Lieferengpässen schneller einspringen.

Auch Russland zählt zu den Profiteuren, da ein Teil seiner Exporte über Pipelines und Routen abseits der Meerenge läuft.

Die Ölpreise blieben diese Woche vergleichsweise ruhig. Da der Schiffsverkehr durch Hormus aber weiterhin stark eingeschränkt ist, bleibt die Meerenge ein zentraler Preistreiber, und der Vorteil alternativer Produzenten bleibt bedeutend.

wattline hat frühzeitig neue Lieferverträge abgeschlossen

Die vergangenen Monate waren von zunehmender geopolitischer Unsicherheit und steigenden Risikoprämien an den Energiemärkten geprägt. Bereits im Dezember 2025 deutete sich an, dass mehrere internationale Spannungsfelder das Preisniveau im Gasmarkt weiter beeinflussen könnten.

Vor diesem Hintergrund hat wattline im Rahmen der Einkaufsgemeinschaft fix zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 für Tausende Mitglieder langfristige Erdgasverträge abgeschlossen. Die Grundlage bildete keine kurzfristige Spekulation, sondern eine strukturierte Marktanalyse sowie eine klare Abwägung der potenziellen Preisentwicklung:

Das Risiko nach oben war deutlich größer als die marginale Chance nach unten.

Während andere Marktteilnehmer die unsicheren Phasen abwarteten, organisierten wir bereits den Abschluss neuer Lieferverträge. Unser Ziel war es: Risiken frühzeitig zu begrenzen, Unternehmen vor starken Preissprüngen zu schützen und wettbewerbsfähige Preise mit maximaler Planungssicherheit zu sichern.

Die Marktbewegungen der letzten Wochen bestätigen diese Strategie. Trotz zwischenzeitlicher Korrekturen auf Verhandlungshoffnungen liegen die heute am Markt gehandelten Konditionen weiterhin oberhalb der für die Mitglieder gesicherten Preise.

Mehr über die Einkaufsgemeinschaft erfahren


Bildquellen: Foto von Daniel Schuh auf Unsplash